Jahresberichte
Kommunale Abstimmungen und Wahlen
| 25. September 2022 | Ja | Nein | Stimmbe-teiligung |
|---|---|---|---|
| Teilrevision Gemeindeordnung | 1’355 | 476 | 40.0% |
| Planungsgebiet Flurhof / Obermatt Entwicklung Parzellen Nrn. 445 und 456 |
1’427 | 497 | 41.1% |
| 27. November 2022 Gesamterneuerungswahlen |
Stimmen | Absolutes Mehr | Stimmbe-teiligung |
|---|---|---|---|
| Gemeindepräsident/in | 830 | 35.10% | |
| abs. Mehr erreicht und gewählt | |||
| Schwarz Beat | 847 | ||
| nicht gewählt | |||
| Mühlemann Stefan | 790 | ||
| Präsident/in Schulkommission | 713 | 32.83% | |
| abs. Mehr erreicht und gewählt | |||
| Nicole Kellenberger | 1’297 | ||
| Mitglieder Gemeinderat | 674 | 33.41% | |
| abs. Mehr erreicht und gewählt | |||
| Hafner Thomas (bisher) | 1’340 | ||
| Burri Marco (bisher) | 1’261 | ||
| Meier Beat | 1’209 | ||
| Koller-Zumsteg Yvonne (bisher) | 1’127 | ||
| Müller Pascal | 875 | ||
| abs. Mehr erreicht, als überzählig ausgeschieden | |||
| Buser Martin | 735 | ||
| Mitglieder Schulkommission | 709 | 33.27% | |
| abs. Mehr erreicht und gewählt | |||
| Kayser Tristan (bisher) | 1’163 | ||
| Walzthöny Gabriel (bisher) | 1’161 | ||
| Scheiwiller Flavia | 978 | ||
| Wyss Urs Beat | 816 | ||
| abs. Mehr erreicht, als überzählig ausgeschieden | |||
| Schnelli-Ammann Jasmin | 790 | ||
| Allgäuer Natalie | 711 | ||
| Mitglieder Geschäfts- und Rechnungsprüfungskommission | 601 | 31.44% | |
| abs. Mehr erreicht und gewählt | |||
| Siegfried Ulrich (bisher) | 1’253 | ||
| Kressig Michael (bisher) | 1’248 | ||
| Häfliger Anton | 1’173 | ||
| Knobel Dominik | 1’120 | ||
| Sträuli Martin | 1’105 |
Gemeinderat
Zusammensetzung
Der Gemeinderat setzt sich aus dem Gemeindepräsidenten als Vorsitzender, dem Präsidenten der Schulkommission und fünf weiteren Mitgliedern zusammen. Die Sirnacher Gemeindebehörde ist nach dem Ressortsystem organisiert. Der Gemeinderat setzt sich seit 1. Juni 2021 wie folgt zusammen:
Gemeindepräsident Kurt Baumann, Vize-Gemeindepräsidentin Yvonne Koller, Schulkommissionspräsident Urs Schrepfer, Marco Burri, Claudio Fuchs, Pascal Stocker, Thomas Hafner, Gemeindeschreiberin Manuela Fritschi
Aufgaben
Dem Gemeinderat obliegt die politisch-strategische Führung der Gemeinde und somit ist er für eine Vielzahl von Aufgaben zuständig. Seine Aufgaben und Kompetenzen sind in der Gemeindeordnung detailliert festgehalten. Im Berichtsjahr befasste sich der Gemeinderat im Rahmen von 18 Sitzungen mit insgesamt 253 Geschäften. Es handelte sich um Geschäfte aus den Bereichen Verwaltung und Finanzen, Hoch- und Tiefbau, Sicherheit, Umwelt, Ver- und Entsorgung, Planung und Verkehr, Bildung, Soziales, Jugend, Alter und Gesundheit. Die Tatsache, dass der Grossteil der Geschäfte wie Arbeitsvergaben, Strassensanierungen, Hochwasserschutz, Verkehrs- oder Planungsfragen betraf, zeigt, dass das Interesse am Standort Sirnach hoch ist – sei dies von der Lage, Grösse, Bildungsmöglichkeit, Verkehrsanbindung oder der Infrastruktur her.
Im „Sirnachaktuell“, dem Publikationsorgan der Gemeinde Sirnach, hat der Gemeinderat auch im vergangenen Jahr monatlich und ausführlich über seine Beschlüsse, Wahlen und Vorhaben informiert. Auf eine detaillierte Wiederholung dieser Berichterstattungen in diesem Jahresbericht wird deshalb verzichtet und stattdessen nur auf besondere Geschäfte oder Projekte eingegangen.
Entwicklung Flurhof/Obermatt
Die Gemeinde Sirnach ist Eigentümerin der sich in der Wohnzone befindenden Parzellen Nr. 445 und 456 im Gebiet Flurhof/Obermatt (ehemaliger Werkhof) im Zentrum von Sirnach. Für die Erarbeitung eines Projektbeschriebs und die Durchführung eines Investorenwettbewerbs wurde Michael Bühler der buffoni bühler ag, St. Gallen, beauftragt. Die Gemeindeversammlung hat im Sommer 2022 der Abgabe der beiden Parzellen im Kaufrecht zugestimmt. An der Urnenabstimmung vom 25. September 2022 hat der Gemeinderat die Kompetenz erhalten, die Parzellen im Kaufrecht abzugeben.
Neues TLF für die Feuerwehr Sirnach
Anfang 2022 hat der Gemeinderat den Vergabeentscheid für die Anschaffung eines neuen Tanklöschfahrzeuges TLF für die Feuerwehr Sirnach getroffen. Das Tanklöschfahrzeug wird im Herbst 2023 von der Firma Tony Brändle AG, Wängi, geliefert.
Dreifachturnhalle Birkenweg
Die Planungskommission für die neue Turnhalle Sirnach hat sich im Jahr 2022 zu mehreren Sitzungen getroffen. An der Gemeindeversammlung im Dezember 2022 haben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger dem Planungskredit in der Höhe von CHF 265’000.00 zugestimmt.
Projekt PV Anlagen auf gemeindeeigenen Dächern
Zusammen mit der EW Sirnach AG wurden die gemeindeeigenen Dächer evaluiert, die sich für den Bau einer PV Anlage eigenen. Dabei wurden elf Gebäude festgehalten, die mit einer entsprechenden Anlage versehen werden sollen. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben an der Gemeindeversammlung vom 15. Dezember 2022 dem Rahmenkredit in der Höhe von CHF 900’000.00 für die Umsetzung zugestimmt.
Überarbeitung verschiedene Reglemente
Im vergangenen Jahr wurden verschiedene Reglemente überarbeitet und teilweise in Kraft gesetzt. So wurde die Überarbeitung der Gemeindeordnung am 25. September 2022 genehmigt, die Totalrevision des Feuerschutzreglements an der Gemeindeversammlung vom 15. Dezember 2022 genehmigt und die Beitrags- und Gebührenordnung und das Abfallreglement in Vernehmlassung geschickt. Die Genehmigung der Beitrags -und Gebührenordnung und des Abfallreglements ist im Jahr 2023 vorgesehen.
Ständige Kommissionen
Der Gemeinderat ist gestützt auf die Gemeindeordnung befugt, einzelne Aufgaben und Befugnisse einem aus seinen Mitgliedern gebildeten Ausschuss, dem Gemeinde- oder Schulpräsidium, einem einzelnen Mitglied oder der Gemeindeverwaltung zu übertragen. Er bestellt für beratende, begutachtende oder überwachende Aufgaben Kommissionen mit und ohne selbständige Entscheidungsbefugnis, soweit dies ein Gemeindereglement oder ein Gemeindebeschluss verlangt oder er es für zweckmässig erachtet. Der Gemeinderat erteilt die Aufträge und die Kommissionen wiederum erstatten dem Gemeinderat Bericht und stellen die notwendigen Anträge.
Alle Mitglieder der ständigen Kommissionen sind für die Legislatur 2019 – 2023 gewählt.
Die nachfolgend aufgeführten ständigen Kommissionen haben sich im Berichtsjahr zwecks Bearbeitung fachbezogener Geschäfte regelmässig oder nach Bedarf zu Sitzungen getroffen.
| Ständige Kommissionen (mit selbständiger Entscheidungsbefugnis) |
2019 | 2020 | 2021 | 2022 |
|---|---|---|---|---|
| Baukommission | 13 | 14 | 13 | 13 |
| Flur-, Landschaftsschutz- und Unterhaltskommission | 5 | 2 | 2 | 4 |
| Fürsorgekommission | 7 | 5 | 7 | 7 |
| Schlichtungsbehörde Mietwesen | 5 | 5 | 5 | 6 |
| Ständige Kommissionen (ohne selbständige Entscheidungsbefugnis) |
2019 | 2020 | 2021 | 2022 |
|---|---|---|---|---|
| Bibliothekskommission | 2 | 1 | 2 | 2 |
| Friedhofkommission | 1 | 1 | 1 | 1 |
| Kommission Kinder- und Jugendpolitik Sirnach | 4 | 3 | 1 | 5 |
| Sicherheitskommission > Auflösung per Ende 2022 | 4 | 1 | 1 | 3 |
Geschäftsleitung
Die Geschäftsleitung ist das operative Führungsorgan der Gemeindeverwaltung. Die Gemeindeschreiberin führt die Gesamtverwaltung in der Doppelfunktion der Verwaltungsleitung und hat den Vorsitz der Geschäftsleitung. Die Geschäftsleitung setzt sich per 31. Dezember 2022 wie folgt zusammen:
Manuela Fritschi, Gemeindeschreiberin/Verwaltungsleiterin; Marc Guler, Leiter Abteilung Finanzen & Steuern; Jeannine Kübler, Leiterin Abteilung Soziale Dienste; Charlotte Steinacher, Leiterin Abteilung Schulverwaltung
Ebenfalls Mitglieder der Geschäftsleitung ist der Leiter Bau & Liegenschaften. Die Stelle war per Ende 2022 nicht besetzt. Ab 1. Februar 2023 wird Wolfgang Bosshart die Leitung der Abteilung übernehmen. Die Aufgaben der Geschäftsleitung sind vielseitig und in der Verordnung des Gemeinderates über die Geschäftsleitung der Gemeindeverwaltung geregelt. Sie beinhalten unter anderem die Umsetzung von Vorgaben des Gemeinderates auf operativer Ebene, die Beratung und Unterstützung des Gemeinderates in strategischen Fragen, die Erarbeitung der Legislaturziele und der Unternehmensstrategie gemeinsam mit dem Gemeinderat oder die Bearbeitung von zentralen Themen wie Ablauforganisation und Personalführung, Kommunikation, Qualitätsmanagement oder Raumbeschaffung.
Die Geschäftsleitung traf sich im Berichtsjahr zu 14 Sitzungen und befasste sich mit folgenden Themen:
- Steter Austausch mit dem Gemeindepräsidenten sowie mit der Personalvertretung
- Prüfung Anbieterwechsel der Software ABACUS
- Weiterbildungen im Rahmen von Workshops, Tagungen etc.
- Genehmigung von Weiterbildungen für das Gemeindepersonal
- Wahl eines neuen Sicherheitsbeauftragten in der Person von Thomas Lais
- Massnahmen im Zusammenhang mit der Energiemangellage
- Umsetzungsplanung IT-Strategie
- Abklärungen im Zusammenhang mit den Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung mit entsprechendem Antrag an den Gemeinderat
- Erste Lesungen zur Überarbeitung der Personalverordnung
- Einführung eines neuen Zeiterfassung-Tools
Personelles und Verwaltung
Eintritte
01.02.2022 Hadorn Martina, Aushilfe Hauswartshilfe, Kleinpensum
09.05.2022 Antonini Barbara, Mitarbeiterin Bau & Liegenschaften, 50%
01.08.2022 Manser Romy, Sachbearbeiterin Kanzlei, 20%
01.08.2022 Niedermann Laura, Lernende Kauffrau, 100%
15.08.2022 Bänziger Bettina, Leiterin SiRabe, 60%
15.08.2022 Huber Nathalie, Mitarbeiterin SiRabe, 20%
01.09.2022 De Jonckheere Nathalie, Fachfrau Betreuung SiRabe, 50%
01.11.2022 Ghirmay Kdisti, Hauswartshilfe, 65%
Austritte
07.01.2022 Jung Hanna, Praktikantin, 60%
31.03.2022 Küng Andreas, Aufsichtsperson Hallenbad, Kleinpensum
14.04.2022 Strasser Werner, Abteilungsleiter Bau & Liegenschaften, 100%
30.04.2022 Beutler Rita, Mitarbeiterin Mittagstisch Muschelland, Kleinpensum
30.04.2022 Burlet Céline, Sachbearbeiterin Kanzlei, 100%
11.07.2022 Manser Romy, Lernende Kauffrau, 100%
31.07.2022 Gerlach Domenik, Aufsichtsperson Hallenbad, Kleinpensum
31.10.2022 Zingg Bettina, Sachbearbeiterin Bau & Liegenschaften, 100%
30.11.2022 Müller Melanie, Sachbearbeiterin Schulsekretariat, 40%
30.11.2022 Schafroth Fabian, Stabstelle Personalfachmann, 100%
Dienstjubiläen (ohne Behördenmitglieder)
01.01.2022 Ineichen-Gerlach Andrea, Schulverwaltung / Hallenbad (25 Jahre)
01.01.2022 Löffel Ursula, Bau & Liegenschaften (20 Jahre)
01.05.2022 Gründler Christine, KES / Bibliothek (15 Jahre)
01.06.2022 Artho Astrid, Soziale Dienste (10 Jahre)
01.09.2022 Lais Sandra, Schulverwaltung / Hallenbad (20 Jahre)
01.12.2022 Haas Benno, Bau & Liegenschaften (10 Jahre)
Pensionierungen
31.08.2022 Brunschwiler Karl, Leiter Werkhof, 100%
30.11.2022 Küng Ursula, Hauswartshilfe, 63%
Einwohnerdienste
Am 31. Dezember 2022 zählte die Gemeinde Sirnach 7‘949 (Vorjahr 7‘923) Einwohnerinnen und Einwohner. Davon sind:
Schweizer: 6’020 (Vorjahr 5‘999)
Ausländer: 1‘929 (Vorjahr 1‘924)
Der Anteil ausländischer Staatsangehöriger an der Gesamtbevölkerung beträgt 24.3% (Vorjahr 24.3%).
Zuzüge
In Sirnach zugezogene Personen: 622
Wegzüge
Von Sirnach weggezogene Personen: 614
Geburten
Kinder, die in Sirnach wohnhaft sind: 75
Jungen: 48
Mädchen: 27
Schweizer: 61
Ausländer: 14
Todesfälle
Im Jahr 2022 verstorbene Einwohner: 57
Dienstleistungen
Die Einwohnerdienste bedienen nebst den internen Dienststellen die Bürgergemeinde, die EW Sirnach AG, die Polizeiposten, das Betreibungsamt sowie die Kirchgemeinden laufend mit Mutationen, damit diese auch dort erfasst werden können. Die Daten werden gemäss Datenschutzgesetz weitergeleitet.
Im Berichtsjahr 2022 wurden folgende Dienstleistungen am Schalter erbracht:
359 Identitätskarten
316 Wohnsitzbestätigungen
35 Handlungsfähigkeitszeugnisse
87 Lebensbescheinigungen oder Personalienbestätigungen
733 Ausländerausweise wurden für Verlängerungen, Adressänderungen und Neuanfertigungen dem Migrationsamt des Kantons Thurgau weitergeleitet und den Besitzerinnen und Besitzern wieder ausgehändigt.
14 Gesuch zur Einladung eines Besuchers aus einem visumpflichtigen Land wurde bearbeitet und Abklärungen vorgenommen.
29 Gesuche zur Bewilligung von Familiennachzügen wurden bearbeitet und Abklärungen vorgenommen.
80 Anträge für einen Führerausweis wurden entgegengenommen, kontrolliert und dem Strassenverkehrsamt zur Ausstellung weitergeleitet.
Tageskarte Gemeinde
Im Jahr 2022 wurden 1’951 (Vorjahr 1’189) Tageskarten verkauft, was einer Auslastung von nur 89.0% entspricht. Die Gemeinde Sirnach bietet ihren Einwohnerinnen und Einwohnern den Verkauf von sechs Karten pro Tag bis 30. November 2023 an. Anschliessend wird eine neue Form der Gemeinde-Tageskarten zusammen mit den SBB angeboten. Die Tageskarten sind geeignet für einen Ausflug, Ferien oder eine Geschäftsreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.
AHV-Zweigstelle
Im Jahr 2022 wurden folgende Leistungen an Rentnerinnen und Rentner mit Wohnsitz in Sirnach ausbezahlt:
AHV-Renten: CHF 14’191’998
IV-Renten: CHF 3’203’430
HE AHV-Leistungen: CHF 310’426
HE IV-Leistungen: CHF 232’316
EL AHV-Leistungen: CHF 1’959’121 exkl. EL-IPV
EL IV-Leistungen: CHF 1’354’288 exkl. EL-IPV
KK AHV-Leistungen: CHF 180’887
KK IV-Leistungen: CHF 129’454
Anzahl Bezügerinnen und Bezüger per 31. Dezember 2022:
AHV: 664
IV: 182
HE-AHV: 30
HE-IV: 23
AHV-EL: 146
IV-EL: 112
Bibliothek
Statistik
Zahlen sagen vieles aus, aber nicht alles. Zu sehen wie viele Medien ausgeliehen wurden, ist halt doch interessant. Oder, wie viele Menschen im Laufe eines Jahres unsere Bibliothek besuchten. Das sind im Durchschnitt 30’000 Personen.
Mit 60’708 Ausleihen haben wir die Zahlen vom letzten Jahr nicht ganz erreicht. Trotzdem sind wir mit dem Ergebniss mehr als zufrieden. Nach dem viele Veranstaltungen und Freizeitaktivitäten wieder stattfinden, ist uns klar, dass die Menschen auch wieder anderes unternehmen möchten, als zu lesen.
Ein aktueller Bestand hat für uns oberste Priorität. Belletristische Neuerscheinungen, neue Filme und Hörbücher, Trend-Zeitschriften sowie Medien mit Fokus auf gesellschaftliche Themen und Trends ergänzen laufend unseren Bestand.
Neuanschaffungen
Ausgeschieden haben wir 1698 Medien. Die Grösse unserer Bibliothek ist für zirka 15’000 Medien geplant. Um eine laufende Bestandespflege kommen wir daher nicht herum. Nur so kann unsere Bibliothek attraktiv bleiben.
Aktive Nutzende
Im vergangenen Jahr durften wir 290 neue Kundenkonten eröffnen. Im Gegenzug mussten 45 Konten gelöscht werden. Die Nutzerzahl ist weiterhin am Wachsen.
Veranstaltungen
Ab März durften wieder alle Veranstaltungen durgeführt werden. Die Besucher kamen am Anfang nicht so zahlreich wie wir es vor Corona gewohnt waren.
Lesungen
Die beiden Lesungen mit Ralph Brühwiler und Usama Al Shahmani hätten unterschiedlicher nicht sein können. Trotzdem kamen beide beim Publikum gut an.
Workshop
Die zwei Workshops «Handlettering» und «Naturkosmetik selber herstellen» waren ausgebucht oder sogar doppelt geführt und von den Teilnehmern sehr geschätzt.
Vorträge
Informativ und voller Ideen präsentierten sich die vier Vorträge «Abheben für die Biodiversität», «Der Schmetterlingsgarten – was Schmetterlinge brauchen“, «Dein Kind isst besser, als du denkst» und «Dein bestes Brot».
Bücherflohmarkt
Viele unsere aussortierten Medien fanden beim Bücherflohmarkt neue Besitzer.
Digitale Sprechstunde
Immer wieder stehen unsere Kunden vor Problemen mit dem Ausleihen der digitalen Medien. Bei diesen Sprechstunden haben die Kunden die Möglichkeit mit ihren Geräten vorbeizukommen, um die Schritte nochmals gemeinsam durchzugehen.
Bier und Geschichten
Die Männerquote war noch nie so hoch, wie an diesem geschmackvollen Abend.
Tag der offenen Tür
Dieser gemeinsame Anlass mit dem Jugendtreff, der Mütterberatung, dem Mittagstisch und uns zog viele Familien an. Endlich konnte das ganze Haus besichtigt werden und beim Basteln und Spielen vergingen die Stunden wie im Flug.
Kinderveranstaltungen
5 «Gschichte Chischte», 4 «Buchstarts», der «Schweizer Vorlesetag», die «Schweizer Erzählnacht», der «Weihnachtszauber», das «Literaturlabor», die «Panini-Bilder-Tauschbörsen» und das erste «Kinderkino» waren unsere Anlässe für Kinder. Alle Veranstaltungen waren beliebt und schnell ausgebucht.
Schule
Wir sind nicht nur eine Öffentliche Bibliothek, sondern die Schulbibliothek für alle Klassen und Kindergärten der Gemeinde. Die Lehrpersonen schätzen die Möglichkeit, ihren SchülerInnen Lesezeit in einer anregenden Umgebung zu ermöglichen. Regelmässig besuchten uns 27 Schulklassen und Kindergärten. Je nach dem mussten die Schüler Aufgaben erledigen, Kurzvorträge erarbeiten, kamen in den Genuss vom Vorlesen oder konnten sich einfach neue Medien aussuchen. Für den Unterricht können passend zu den Themen Medien ausgeliehen werden, die für längere Zeit im Schulzimmer aufliegen. Dieses Angebot wird rege genutzt.
Kanzlei
Im Jahr 2022 wurden für insgesamt 65 verstorbene Personen Bestattungen in Sirnach organisiert. Davon stammten 57 Personen aus der Gemeinde Sirnach.
| Todesfälle | 2020 | 2021 | 2022 |
|---|---|---|---|
| Verstorbene Einwohner | 48 | 72 | 65 |
| Bestattungsart | 2020 | 2021 | 2022 |
|---|---|---|---|
| Erdreihengrab | 8 | 13 | 1 |
| Erdbestattung in Familiengrab | 0 | 0 | 1 |
| Urnenreihengrab | 4 | 21 | 8 |
| Urnenbeisetzung in Gemeinschaftsgrab | 17 | 21 | 28 |
| Urnennische | 1 | 2 | 5 |
| Urnenbeisetzung in bestehendes Grab | 2 | 8 | 0 |
| Urnenbeisetzung in Familiengrab | 0 | 1 | 1 |
| Urnenmauer | 0 | 4 | 1 |
| Bestattungsort | 2020 | 2021 | 2022 |
|---|---|---|---|
| Total Beisetzungen unterer Friedhof | 21 | 34 | 25 |
| Total Beisetzungen oberer Friedhof | 11 | 29 | 20 |
| Beisetzung in anderer Gemeinde oder Ausland | 9 | 7 | 9 |
Gestützt auf das Gastgewerbegesetz des Kantons Thurgau hat die Patentbehörde folgende Bewilligungen erteilt:
| Was | 2020 | 2021 | 2022 |
|---|---|---|---|
| Neues Wirtschaftspatent | 4 | 0 | 5 |
| Neuer Beherbergungsbetrieb | 0 | 0 | 1 |
| Neue Kioskwirtschaften oder Imbissstände | 0 | 0 | 4 |
| Rückzug des Wirtschaftspatents | 1 | 2 | 1 |
| Entzug Wirtschaftspatent | 0 | 0 | 0 |
| Bewilligung/Erneuerung Gelegenheitswirtschaften | 0 | 3 | 1 |
| Bewilligung für Vereinswirtschaften | 0 | 0 | 0 |
| Handel mit alkoholischen Getränken | 4 | 0 | 0 |
In allen Kantonen gibt es kantonale, regionale oder kommunale Schlichtungsbehörden für Miet- und Pachtverhältnisse. Diese sind dazu verpflichtet, Mieterinnen und Mieter wie auch Vermieterinnen und Vermieter in sämtlichen Mietfragen zu beraten. Bei Streitigkeiten dieser Parteien bezüglich eines Mietvertrages streben die Schlichtungsbehörden gütliche Einigungen an. In einigen Fällen (Kündigung, Erstreckung des Mietverhältnisses und Verwendung von hinterlegten Mietzinsen) können sie Entscheide fällen.
Bei Streitigkeiten aus dem Mietverhältnis unbeweglicher Sachen ist die Schlichtungsbehörde am Ort der gelegenen Sache zuständig. Das heisst, die Schlichtungsbehörde Sirnach ist für das Gebiet der Gemeinde Sirnach (Sirnach, Busswil, Littenheid, Horben und Wiezikon) zuständig. Der Wohnsitz der Parteien spielt dabei eine untergeordnete Rolle.
Im Berichtsjahr wurden insgesamt sieben Schlichtungsbegehren eingereicht. Davon wurden sechs Schlichtungsverhandlungen durchgeführt. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der eingereichten Schlichtungsbegehren um eine Eingabe zurückgegangen. Der Ausgang der Verfahren ist sehr unterschiedlich und kaum lenkbar. Eine entscheidende Rolle, ob eine Einigung zustande kommt oder nicht, liegt massgeblich bei den betroffenen Parteien, aber auch am Inhalt des Schlichtungsbegehrens.

Ein Grossteil aller Gesuche an die Schlichtungsbehörde hat mit einer Uneinigkeit betreffend einer Kündigung oder mit Streitigkeiten betreffend Mietzins oder offenen Zahlungsforderungen zu tun.
Kultur
Kulturförderung des Vereins ThurKultur
Die Gemeinde Sirnach ist Mitglied des Vereins ThurKultur. Sie beteiligt sich mit CHF 1.00 pro Einwohner/-in und Jahr. Aus diesem Topf werden auch Kulturveranstaltungen innerhalb der Gemeinde Sirnach mitfinanziert. Im Jahr 2022 wurden folgende Gesuche um Kulturförderbeiträge behandelt:
| Projekt | Gemeindeanteil | ThurKultur | ||
|---|---|---|---|---|
| Fenice.Poschiavo Theater Jetzt, Oliver Kühn |
CHF | 1’500.00 | CHF | 0.00 |
| Konzert BergMusik Gottfried Burch, Wilen (Sarnen) |
CHF | 250.00 | CHF | 250.00 |
| 24. Dreikönigskonzerte bei Kerzenlicht Cornelius Bader, Sirnach |
CHF | 1’000.00 | CHF | 1’000.00 |
| Konzerte Universal Brass Band Wil Peter Buchmann, Schwarzenbach |
CHF | 500.00 | CHF | 500.00 |
| Total | CHF | 3’250.00 | CHF | 1’750.00 |
Sirnacher Ehren-Galerie 2022
| Person / Verein | Wettkampf | Auszeichnung | ||
|---|---|---|---|---|
| Kilian Mizrahi | Rap City Festival im Zürcher Hallenstadion; grösstes und wichtigstes Schweizer Indoor Hip-Hop-Festival | Sieg am Rap City Newcomer Contest in Zürich | ||
Feuerwehr Sirnach
Einsätze
Das Feuerwehr-Jahr 2022 war im Vergleich zum 2021 wieder etwas ruhiger. So hatten wir im 2021 deren 62 Einsätze, im 2022 noch 44. Es waren zehn Dienst-leistungs- und Brandmeldealarm-Einsätze zu verzeichnen, gefolgt von technischer Hilfeleistung mit hauptsächlich Wasser im Keller. Total ergaben sich 1’096 Einsatz-stunden. Weitere Aufwendungen sind entstanden mit der Beschaffung eines neu-en Tanklöschfahrzeuges (196.5 Stunden) und dem Projekt Zusammenschluss mit der Feuerwehr Münchwilen (243.3 Stunden).
Personal
Beim Personalbestand gibt es einen leichten Rückgang zu verzeichnen. Diverse Abgänge konnten kompensiert werden. Der Frauenanteil beträgt 26.5%. Der Bestand an Atemschutzträgern konnte auf 70.6% gesteigert werden. Der Ausbildungsstand wurde in diversen Kursen vertieft. Neben Simon Steinmann können sich neu Daniel Müller und Beatrice Rau Kant. Feuerwehr Instruktor TG nennen.
Material
Aktuell wird hauptsächlich ausgedientes Material ersetzt. Ende 2023 soll das neue Tanklöschfahrzeug geliefert werden.
Neue Organisation Feuerwehren Münchwilen / Sirnach
Das Projektteam und der Ausschuss zur neuen Organisation Feuerwehren Münchwilen und Sirnach haben sich zu mehreren Sitzungen getroffen. Der Zusammenschluss mit Münchwilen wird weiter geplant. Diverse Übungen werden bereits im 2023 zusammen mit Feuerwehr Münchwilen durchgeführt (Offizier, Kader, Verkehr, Absturzsicherung und Führungsunterstützung). Der Atemschutz soll im 2024 folgen.
Ausblick 2023
Der Personalbestand Verkehr ist aufgrund Umteilungen sinkend. Deshalb werden die Dienstleistungen im Bereich Verkehr künftig nicht mehr angeboten, namentlich werden keine Veranstaltungen im Bereich Verkehr unterstützt.
Bau und Liegenschaften
Abteilungsleitung
Einmal mehr musste die Abteilung einen grossen Teil des Jahres ohne Abteilungsleitung auskommen. Im Juni wurde im gegenseitigen Einvernehmen entschieden, dass das Arbeitsverhältnis mit dem neu eingestellten Abteilungsleiter wieder aufgelöst wird. Dank der Unterstützung durch die Verwaltungsleiterin für den Personalbereich und Kurt Baumann, Gemeindepräsident für den Bereich Raumplanung konnte die Mehrbelastung auf viele Schultern mehr oder weniger verträglich verteilt werden. Auf Februar 2023 wird Wolfgang Bosshart, Eschlikon, die Leitung der Abteilung übernehmen.
Beitrags- und Gebührenreglement
Die Projektgruppe, bestehend aus Behördenmitgliedern und Mitarbeitern der Gemeinde Sirnach und der EW Sirnach AG, hat unter der Federführung des Planungsbüros bhateam Ingenieure AG, Frauenfeld, die Beitrags- und Gebührenordnung aus dem Jahr 1998 überarbeitet. An der Gemeinratssitzung vom 10. Februar 2021 wurde ein erster Entwurf zur Vorprüfung durch den Kanton und den Preisüberwacher freigeben. Die Rückmeldungen von diesen beiden Seiten waren sehr unterschiedlich, so dass es einer weiteren Version bedurfte. Die revidierte Fassung wurde anschliessend den politischen Gemeinden und dem Hauseigentümerverband zur Vernehmlassung zugestellt. Am 11. Januar 2023 hat der Gemeinderat die überarbeitete Beitrags- und Gebührenordnung genehmigt und beschlossen, diese den Stimmberechtigten am 18. Juni 2023 zur Abstimmung vorzulegen.
Weingartenstrasse
Der Vollausbau der Weingartenstrasse in Busswil inklusiv Strassenbeleuchtung und neuer Wasserleitung auf einer Länge von rund 150m begann am 19. September 2022 und konnte mit dem Belagseinbau Ende November termingerecht fertiggestellt werden. Der Deckbelag wird erst mit Fertigstellung des Hochwasserschutzes Weid-/Tiefwiesenbach eingebaut.

Horben
Die Belagserneuerung des befestigten Abschnittes des Fussweges von Horben in Richtung Töbelisteg konnte in den Herbstferien 2022 erfolgreich und ohne Zwischenfälle saniert werden.
Kanalisationsvergrösserung Unterdorfstrasse West
Auf Grund der Kanalisationsüberlastung musste die bestehende Schmutzabwasserleitung in der Unterdorfstrasse von Einlenker in Winterthurerstrasse bis Knoten Unterdorfstrasse ersetzt und vergrössert werden. Gleichzeitig wurde die Wasserleitung und das Elektroleitungstrasse ersetzt. Sämtliche Bauarbeiten konnten vor Baubeginn des Neubaus Wohn- und Gewerbebau an der Unterdorfstrasse 20 abgeschlossen werden.
Neubau Meteorabwasserleitung in der Winterthurerstrasse
Mit dem Betriebs- und Gestaltungskonzept (BGK) Winterthurerstrasse wird gleichzeitig das saubere Meteorabwasser vom Schmutzabwasser in getrennten Leitungen abgeführt. Das Meteorabwasser wird in Kunststoffrohren von ø400mm der Murg zugeführt und somit wird die Abwasserreinigungsanlage (ARA) in Münchwilen von diesem Streckenabschnitt nicht mehr mit sauberem Wasser belastet. Der letzte Abschnitt bis zur Spange Hofen wird im ersten Halbjahr 2023 noch fertig gestellt.
Kanalisationsvergrösserung Oberdorfstrasse und Neubau Meteorabwasserleitung Zälgli
Am 7. März 2022 starteten diese Tiefbauarbeiten und dauerten bis zum Belagseinbau am 19. Mai 2022. Da die Arbeiten mehrheitlich im Wiesland stattgefunden haben, war der motorisierte Verkehr nur kurze Zeit eingeschränkt dafür musste aber zum Schutz der Fussgänger der Fussweg «Gässli» gesperrt werden. Der Neubau der Meteorabwasserleitung musste auf Grund des vielen Kalkes der Durchfluss nicht gewährleistet werden konnte.
Die Kanalisationsvergrösserung der Schmutzwasserleitung auf neu ø400mm musste auf Grund von Rückstaus gemacht werden.

Abfallbewirtschaftung
Die Umsetzung auf Unterflurbehälter (UFB) wird jedes Jahr kontinuierlich erweitert. Im 2022 kamen fünf weitere Behälter dazu. Somit sind rund 2/3 aller benötigten Unterflurbehälter umgesetzt.
Laut Bericht der Baukommission 2022 wurden total 164 Geschäfte in 13 Sitzungen behandelt. Die Anzahl der Baugesuche bleibt auf hohem Niveau bestehen.
| 2020 | 2021 | 2022 | |
|---|---|---|---|
| Behandelte Geschäfte total | 178 | 160 | 164 |
| Eingaben nach Verfahrensart | |||
| Ordentliches Verfahren | 153 | 156 | 144 |
| Vereinfachtes Verfahren | 25 | 28 | 24 |
| Bauanfragen | 8 | 5 | 9 |
| Total | 186 | 189 | 177 |
| Art der Bauten | |||
| Neubauten | 9 | 18 | 12 |
| An- und Umbauten, Kleinbauten | 171 | 137 | 165 |
| Total | 180 | 155 | 177 |
| Summen | |||
| Deklarierte Bausummen | 35‘131‘100 | 110’361’272 | 67’295’300 |
| Baubewilligungsgebühren | 93’670 | 114’635 | 174’378 |
| Kanalisationsanschlussgebühren | 133’470 | 178’049 | 447’566 |
Umstellung auf elektronische Sitzungsunterlagen
Seit März 2022 werden die Sitzungsunterlagen von den einzelnen Geschäften den Mitgliedern nur noch elektronisch zugestellt.
Wechsel des Geodatenportals
In der Bauverwaltung werden für die tägliche Arbeit sehr viele Geodaten benötigt. Dieses Jahr erfolgte der Wechsel von der Plattform «WebGIS Thurgau» zu «GEOPORTAL». Auf dieser neuen Plattform stehen aktuell 199 Karten zur Verfügung und es werden laufend mehr. Es stehen Karten zu den Themen Klima, Boden, Gebäude, Gewässer, Wald, Flora und Fauna, Höhen, Landwirtschaft, Raumplanung, Grundstückskataster, Umwelt- und Naturschutz, Ver- und Entsorgung, Verkehr, usw. zur Verfügung. Auch die auf der Benutzerebene zur Verfügung stehenden individuelle Karten für die Gemeinde Sirnach (z.B. für den Winterdienst) wurden für die Bearbeitung optimiert.
Neuer Feuerschutzbeauftragter
Markus Häne arbeitete seit dem 1. Juni 2012 als Feuerschutzbeauftragter für die Gemeinde Sirnach. Altershalber gab er dieses Amt per Ende August 2022 ab. Neu konnte mit Roger Eigenmann eine ebenso gut qualifizierte Person für diese Aufgabe verpflichtet werden.
Natur- und Landschaftsschutz
Grünraumkonzept/Vorteil naturnah
Um die Biodiversität zu fördern, wurde entschieden, alle gemeindeeigenen Flächen im Siedlungsgebiet von konventioneller zu naturnaher Pflege in vier Etappen umzugestalten. Dabei werden nur einheimische Pflanzen verwendet. Im 2022 wurde die 3. Etappe umgesetzt. Das mit gleichem Ziel im 2021 auf privater Initiative gestartete Projekt für private Gärten, unter dem Namen «Jeder Quadratmeter zählt», wurde im 2022 fortgesetzt.
Geschützte Naturobjekte
Auf dem jährlichen stattfindenden Rundgang der Flur-, Landschaftsschutz- und Unterhaltskommission (FLUK) wurden diverse geschützte Objekte angesehen, deren Zustand beurteilt und wenn Massnahmen für deren Erhalt notwendig waren, diese in die Wege geleitet. Es wurden aber auch weitere diverse Anstrengungen unternommen, um die Biodiversität mindestens erhalten zu können. Zusammen mit dem Gemeinderat hat sich die Flur-, Landschaftsschutz- und Unterhaltskommission auch zur Vernehmlassung zur kantonalen «Biodiversitätsstrategie Thurgau» geäussert.
Sanierung altes Schulhaus Busswil
Pünktlich zum Schulbeginn im Sommer 2022 konnte die Sanierung des Schulhauses Busswil erfolgreich abgeschlossen werden. Gebäudehülle und Dach wurden energetisch ertüchtigt. So konnte die Fassade mit einer zusätzlichen Dämmung von 22 Zentimetern und das Dach mit zusätzlich 15 Zentimetern, bestückt werden. Als Wetterschutz dieser Isolation dienen langlebige, hinterlüftete Eternitplatten. Auch die alten Holzfenster und die Eingangstüren wurden ersetzt, wodurch die gesamte Gebäudehülle wieder auf einem neuwertigen Stand ist. Das Vordach beim Haupteingang wurde vergrössert und die Pausenuhr erneuert.
In-Dach-Photovoltaikanlage
Nebst der Heizenergie, welche mit diesem Eingriff inskünftig eingespart werden kann, wurden auch die Leuchtmittel auf LED umgerüstet, was zu einer Stromeinsparung von zirka 10 Prozent bei 50 Prozent mehr Licht und vor allem einer besseren Lichtqualität führt. Das Highlight der Sanierung ist die In-Dach-Photovoltaikanlage. Die Anlage weist nach ersten Simulationsergebnissen einen Anlagenutzungsgrad von 83 Prozent auf. Der produzierte Strom kann direkt im Schulhaus konsumiert werden. Dies ergibt Sinn, da der Schulbetrieb tagsüber, wenn die Sonne scheint, von statten geht. Im Gebäudeinnern erfolgte eine Oberflächensanierung sämtlicher Räume, exklusive der Toiletten, sowie die Umrüstung der Beleuchtungen.
Baukredit eingehalten
Die Baukommission dieses Projekts bestand aus Nicole Moser (Lehrerin), Benno Haas (Hauswart), Daniel Räss (Bau & Liegenschaften) und Gabriel Walzthöny (Schulkommission). Dank erfolgreichen Vergaben, einer schlanken Organisation sowie dem grossen Einsatz des Hauswartteams konnte der Baukredit von 1,421 Millionen Franken eingehalten werden. Erwähnenswert und gebührend zu verdanken ist der ausserordentliche Effort des Hauswartteams unter der Leitung von Benno Haas, sowie der Lehrpersonen und natürlich der Schülerinnen und Schüler, welche während des Umbaus in Eigenregie ihre Provisorien einrichteten und auch zügelten. Wir bedanken uns auch bei den regionalen Handwerkern für die Arbeit während der Schulferien und natürlich bei Pascal Grob vom Atelier für Lebensraumgestaltung aus Busswil für die verlässliche Ausführung.
Unterhalts-/Wartungsarbeiten
Nebst den oben genannten Bau- und Unterhaltsprojekten wurden zahlreiche kleinere Unterhalts-, Instandstellungs- und Reparaturarbeiten an Gemeinde- und Schulliegenschaften ausgeführt und damit die Werterhaltung der Liegenschaften sichergestellt. Der Arbeitsanfall im Bereich Liegenschaftsunterhalt wird in den kommenden Jahren durch zahlreiche Sanierungs- und Umbauprojekte nicht abnehmen.
Liegenschaftsbewirtschaftung
Die Gemeinde Sirnach ist auch im Immobilienbereich tätig. Die Abteilung Bau & Liegenschaften verwaltet diverse gemeindeeigene Wohnungen, Büro- und Lagerräume, Garagen und Parkplätze. Es macht Freude, teils mit langjährigen Mieterinnen und Mietern – seien dies Privatpersonen oder verschiedene Institutionen – zusammenzuarbeiten. Mietobjekte wie Wohnungen und Garagen oder Parkplätze können sehr gut vermietet werden. Es sind wenig Leerstände zu verzeichnen.
Hauswartung
Auch im 2022 durfte die Gemeinde Sirnach auf das bewährte Hauswarte- und Reinigungsteam zählen. Dieses arbeitet in Liegenschaften, in denen gewohnt, gearbeitet, gelernt oder manchmal auch gefeiert wird. Die Aufgaben sind vielfältig: Unterhaltsarbeiten, Ordnung halten, Reparaturen, Arealpflege, Kontaktpflege mit Nutzerinnen und Nutzern und der Eigentümerschaft. In diesem Umfeld werden die Hauswarte verschiedenen Ansprüchen und Forderungen ausgesetzt. Saubere Schulhäuser und Pausenplätze, eine ansprechende und gepflegte Umgebung, dies wird von den Hauswarten und dem Reinigungsteam erwartet. Graffiti, Schäden durch mutwillige Zerstörung, Moosbefall, Verschmutzung durch Russ, Staub, Flechten oder Pflanzen an Fassaden werden immer vielfältiger und die Reinigung wird entsprechend anspruchsvoller.
Im Bereich Raumentwicklung wurden im Jahr 2022 folgende Geschäfte neu bzw. weiterbearbeitet oder abgeschlossen.
Kantonale Nutzungszone (KNZ) Wil-West
Ergänzend zur Planung der kantonalen Nutzungszone, KNZ Teil Gloten wird eine Landumlegung benötigt. Unter der Federführung des Amtes für Raumplanung Thurgau und unter Mitwirkung des Gemeindepräsidenten wurden dazu mit den betroffenen Grundeigentümern verschiedene Gespräche geführt. Diese Planungsarbeiten sind seit der ablehnenden Volksabstimmung vom September 2022 im Kanton St. Gallen (Kredit für die Erschliessung des Grundstückes im ESP Wil West) sistiert worden.
Gestaltungsplan Hofen (ehemals Rieter-Areal)
Zwischen der Sonnhaldenstrasse und der Murg, im Bereich des ehemaligen Werkes 2 der Firma Rieter besteht ein grösseres unbebautes Siedlungsgebiet. Es unterliegt der Gestaltungsplanpflicht. Unter der Federführung der Gemeinde Sirnach mit Unterstützung des Planungsbüros bha-Team und in Zusammenarbeit mit allen 4 Grundeigentümern wurde im Jahre 2021 die Erarbeitung eines Gestaltungsplanes gestartet. Im Berichtsjahr wurden mit drei ausgewählten Teams je ein Studienauftrag erarbeitet. Die Jury hat daraus das Projekt der Firma TEN, Zürich als das am besten geeigneten Projekt ausgewählt. Das Richtprojekt für die Nutzung des Gebietes wurde mit dem Büro weiterbearbeitet. Auf Basis des Richtprojektes wird nun der Entwurf des Gestaltungsplanes erarbeitet. Nach Vorliegen des Entwurfes des GP wird der Gemeinderat die Bevölkerung zu einem Mitwirkungsverfahren einladen.
Arealentwicklung Flurhof/Obermatt
Der Gemeinderat hat beschlossen, das Gebiet Flurhof/Obermatt im Baurecht abzugeben. Es handelt sich um eine Fläche von rund 5 ha. Die Stimmberechtigten haben anlässlich der Urnenabstimmung vom 25. September 2022 der Abgabe im Baurecht der beiden Parzellen 445 und 456 zugestimmt. Für die Phasen der Präqualifikation wurde ein Beurteilungsgremium gebildet. Die Finanzierung der weiteren Schritte wurde an der Gemeindeversammlung vom 9. Juni 2022 mit der Kreditgenehmigung in der Höhe von CHF 100’000.00 genehmigt.
Erweiterung Deponie Fuchsbühl
Die Planungsgrundlagen für die Erweiterung der Deponie Fuchsbühl mit der 3. Etappe hat der Gemeinderat im Februar 2022 für die kantonale Vorprüfung verabschiedet. Bis zur positiven Rückmeldung durch den Kanton fanden mehrere Besprechungen mit der Firma Zürcher AG und dem Amt für Raumentwicklung statt. Nach positiver Rückmeldung aus der Vorprüfung durch den Kanton, fand Anfang 2023 eine Infoveranstaltung für die Bevölkerung statt als Auftakt für das Mitwirkungsverfahren.
Zonenplanänderung Busswil
Am 15. September 2022 hat der Gemeinderat für drei Grundstücke mit Richard Erni einen Kaufvertrag abgeschlossen. Es handelt sich um drei Landwirtschaftsparzellen und zwei Flurstrassen mit insgesamt rund 76‘500 m2 Fläche. Die betreffenden Grundstücke befinden sich am südöstlichen Dorfrand von Busswil. In Zusammenhang mit dem Kaufvertrag für die Grundstücke wurde eine kleine Zonenplanänderung auf der Parzelle 3152 vereinbart. Es handelt sich dabei um eine flächengleiche Verlagerung der bestehenden Bauzone im Umfang von 406 m2. Mit dieser Arrondierung soll die Bebaubarkeit des bereits eingezonten Baulandes verbessert werden. Der auf der Liegenschaft Parz. Nr. 3152 stehende Bauernhof wird aufgegeben. Die Fläche soll neu für eine Wohnnutzung entwickelt werden. Die Zonenplanänderung erfolgt auf Wunsch des Eigentümers und liegt im Interesse der Gemeinde. Nach Abschluss des Mitwirkungsverfahrens lag die Zonenplanänderung während 20 Tagen öffentlich auf.
Soziale Dienste
Gesetzliche Sozialhilfe
Im Jahr 2022 wurden total 119 Personen (82 Klienten / 34 Mitunterstützte) mit Sozialhilfe unterstützt. Die Anzahl der geführten Fälle sind gegenüber dem Vorjahr praktisch gleichgeblieben. Einzig bei den Mitunterstützten ist ein kleiner Rückgang zu verzeichnen. 34 von den geführten Fällen konnten im Jahr 2022 abgeschlossen werden.
Nettoaufwand Sozialhilfe
Gegenüber dem Vorjahr ist der Nettoaufwand in der Sozialhilfe (ohne den Asyl-Bereich) pro Fall und Jahr um rund CHF 2’000.- höher. Bei 7’949 Einwohner betragen die Kosten somit knapp CHF 92.-/Einwohner (Jahr 2021: CHF 74.45 / Einwohner).
Alimentenbevorschussung
Die Wiedereinbringquote reduzierte sich nochmals und betrug im Jahr 2022 12% (Jahr 2021: 24%). Alimentenbevorschussungsfälle konnten wiederum in ein Alimenteninkasso umgewandelt werden, da der Unterhaltsschuldner die laufenden Alimente vollumfänglich und regelmässig bezahlt hat. Dies hat massgeblich zu der tieferen Einbringquote beigetragen. Die Einbringquote ist generell sehr variabel, da die Erträge ausschliesslich von der finanziellen Leistungsfähigkeit der Unterhaltsschuldner abhängig sind.
KVG-Case-Management
Der Bruttoaufwand im Jahr 2022 praktisch gleich hoch wie in den zwei vergangenen Jahren. Der Ertrag konnte aufgrund eines höheren Staatsbeitrag (IPV) um knapp CHF 25’000.- erhöht werden. Somit betrug der Nettoaufwand für die Beseitigung von Leistungsaufschüben im Jahr 2022 CHF 31’801.26 (Vorjahr: CHF 60’695.35).
Asylwesen
In der Schweiz wurden 2022 24’511 Asylgesuche gestellt. Das sind 9’583 Gesuche mehr als 2021 (+ 64.2%). Wichtigstes Herkunftsland von Asylsuchenden in der Schweiz war 2022 erneut Afghanistan mit 7’054 Gesuchen (+3’968 Gesuche resp. +128.6%). An zweiter Stelle folgte die Türkei mit 4’791 Gesuchen und an dritter Stelle der Herkunftsländer stand Eritrea mit 1’830 Gesuchen.
Am 31.12.2022 befanden sich gemäss Staatssekretariat für Migration 1’110 Personen im Thurgau im Asylprozess. Dies sind rund 150 Personen mehr als ein Jahr davor. Die Herkunftsländer der Personen, welche sich Ende 2022 im Asylprozesse im Kanton Thurgau befanden, stammen aus Afghanistan (350 Personen), Eritrea (130) und Syrien (120).
Asylwesen Schutzstatus S
Am 24. Februar 2022 griff Russland den Nachbarstaat Ukraine an. Als Folge des Krieges flüchteten Millionen Menschen in die Nachbarstaaten und auch in die Schweiz. Der Bundesrat beschloss am 12. März 2022 aufgrund der grossen Flüchtlingswelle erstmals den Schutzstatus S zu aktivieren. Per 31.12.2022 betrug der offizielle Bestand der Personen mit Status S in der Schweiz 62 820.
Ende Dezember 2022 waren in den Thurgauer Gemeinden 1’753 Personen mit Schutzstatus S in den Einwohnerregistern erfasst. Unter den Schutzbedürftigen ist der Anteil der Kinder und Jugendlichen mit 39 % hoch. Bei den erwachsenen Schutzbedürftigen (über 20 Jahre) überwiegen Frauen, jeder Vierte ist ein Mann.
In Sirnach waren per 31.12.2022 51 Personen mit Schutzstatus S gemeldet.
Jugend
Für den Bereich Kinder- und Jugendpolitik war das „JuFaNe“ wie folgt aktiv:
- Regelmässige Absprachen Leitung Soziale Dienste
- Verfassung regelmässiger informativer Artikel für „Sirnach aktuell“
- Teilnahme „Netzwerktreffen Jugendförderung“ und «Guter Start in’s Kinderleben (GSIK)»
- Intervision «GSIK»
- Intervision «Kindesmisshandlung»
- Kontakt und regelmässiger Austausch Sozialberatung katholische Kirche (Informationen, Projekthinweise)
- Kontakt Spielgruppe Müsliburg
- Wahrnehmung und Austausch Mittagstisch Muschelland
- Informationsweiterleitung an Jugendtreffs und Kitas
- Teilnahme Sitzung „Kommission für Kinder- und Jugendpolitik Sirnach“
Sirnacher Randzeitenbetreuung (SiRabe)
Angebot
Am 15. August 2022 wurde das bereits bestehende Angebot «Mittagstisch Muschelland» in die Sirnacher Randzeitenbetreuung (SiRabe) ausgebaut.
Ab dem Schuljahr 2022/2023 können die Sirnacher Kinder (ab dem 1. Kindergartenjahr) neben dem Mittagstisch auch eine Nachmittags- und Ferienbetreuung besuchen. Die Morgenbetreuung wird auf Grund geringer Nachfrage noch nicht angeboten.
Wir durften viele bekannte, aber auch neue Gesichter in der SiRabe begrüssen. Die Kinder kommen nach der Schule in das Untergeschoss der Bibliothek (Winterthurerstrasse 15) und verbringen den Nachmittag bei uns. Das Nachmittagsangebot ist bedürfnisorientiert den Kindern angepasst mit Bewegung an der frischen Luft, malen, basteln, Gesellschaftsspiele… Bei den Hausaufgaben unterstützen wir die Kinder, bieten aber keine Nachhilfe an.
Team
Das bestehende Muschellandteam Andrea Moosbruger und Sandra Ruggli haben sich beide bereit erklärt, weiter – unter der Leitung von Bettina Bänziger – zu arbeiten. Im September startete Nathalie De Jonckheere als stellvertretende Leitung mit einem Pensum von 50%. Da die Nachfrage nach Plätzen gross ist, ergänzt seit September 2022 Nathalie Huber unser Team.
Grosser Zuwachs
Das Angebot wächst stetig und wir dürfen uns über eine grosse Nachfrage erfreuen. Wir haben jeden Mittag zwischen 23 – 33 Kinder. So verköstigen wir ca. 125 Kinder in der Woche mit feinem Essen vom Regionalen Tannzapfenland (RAT). An einigen Tagen stossen wir bereits am Mittag an unsere Kapazitätsgrenzen und können daher keine Plätze mehr anbieten.
Wir freuen uns auf weitere strahlende Kinderaugen, die wir bei uns begrüssen dürfen.
Jugend- und Familiennetz (JuFaNe)
Während des Schuljahres 2021/22 beriet das JuFaNe in 97 Fällen.
Die Schutzmassnahmen gegen die COVID-19-Pandemie konnten jeweils in den Sommermonaten gelockert werden. Im Frühjahr 2022 fanden die Beratungen wieder im ursprünglichen Beratungszimmer statt und konnten kreativer gestaltet werden. Besuche in den Klassenräumen wurden auf Anfrage durchgeführt.
Die Zusammenarbeit mit den zwei neuen Schulleitenden gestaltete sich so erfreulich konstruktiv wie bereits mit dem langjährigen Schulleiter der Primarschule Grünau.
Die Spielgruppenleiterinnen der Müsliburg konnten sich bei konkretem Bedarf im JuFaNe melden. Somit war der Aufwand geringer als mit Besuchen in jeder Gruppe.
Grund der Kontaktaufnahme
In den letzten Monaten vor den Sommerferien 2022 gab es besondere Herausforderungen mit schwerwiegenden Themen, und zum Teil häuslicher Gewalt. Vermehrt zeigten sich Probleme in der Schule und innerhalb der Familie. Allgemeine Erziehungsfragen blieben dabei konstant. Bereits längerfristig erlittene Ausgrenzung bis zu Mobbing wurde im zweiten Semester vermehrt thematisiert. Das JuFaNe begleitete die professionelle Intervention in der Sekundarschule durch Einzelberatungen der Opfer.
Beratungsarten
Eine Zunahme von Elternberatungen nach den Lockerungen der COVID-Schutzmassnahmen ist offensichtlich. Die Schulleitungen liessen sich vermehrt direkt beraten.
Mit folgenden Fachstellen und Organisationen pflegte das „JuFaNe“ in diesem Schuljahr zudem vernetzende Kontakte:
- Logopädie
- Schulische Heilpädagogik „SHP“
- Mittagstisch „Muschelland“
- Spielgruppe „Müsliburg“
- Jugendtreff „Teenie Talk“
- Sozialdiakon katholische Kirche
- Fachstelle für Kinder-, Jugend- und Familienfragen
- Perspektive Thurgau
- Fachstelle KONFLIKT.GEWALT.
- Schulpsychologie und Logopädie „SPL“
- Kinder- und Jugendpsychiatrischer Dienst „KJPD“
- Zentrum für Kind, Jugend und Familie „ZKJF“
- Externer Psychiatrischer Dienst „EPD“
- Verein Schulsozialarbeit Thurgau und Region Ost
Gründe für Fallabschlüsse
Durch die langen Wartezeiten aufgrund von Überlastung der abklärenden und therapeutisch begleitenden Triage-Stellen (z.B. Schulpsychologie und Logopädie [SPL], Kinder- und Jugendpsychiatrischer Dienst Thurgau [KJPD] wie auch Psychotherapeuten) mussten Familien, Kinder und Jugendliche zur Überbrückung länger begleitet werden.
Fazit
Die möglichst frühzeitige Wahrnehmung von Schwierigkeiten und eine fachlich fundierte Intervention sind notwendig. Eine direkte Triage sowie die Möglichkeit, einzelne Fälle längerfristig punktuell zu begleiten sind dabei nötig.
Schule
Die Schulkommission tagte in der Regel monatlich. Zudem fanden zwei Workshops statt, an dem sich die Schulkommission vertieft mit spezifischen strategischen Fragen auseinandersetzte. Die Workshops dienen auch dazu, neue, langfristige Themen aufzunehmen und zu besprechen.
Im zweiwöchentlichen Rhythmus traf sich das Führungsteam. Schulverwaltungsleitung, Schulleitungen und der Präsident der Schulkommission nehmen in diesem Gremium – geleitet durch die strategischen Vorgaben der Schulkommission – die operative Führung wahr.
Verschiedene Projekte wurden im vergangenen Jahr gestartet oder weiterbearbeitet.
Turnhalle Birkenweg
Die Schulkommission wies bei der Weiterarbeit am neuen Projekt daraufhin, dass aufgrund der Schülerzahlen der Bedarf nach einer zusätzlichen Halle besteht. Dieser Bedarf wäre mit dem Bau einer Zweifachturnhalle gedeckt. Das Wachstumspotenzial von Sirnach und die prognostizierte Bevölkerungszunahme, resp. der Schülerzahlen zeigt dies ebenfalls auf. Sie teilt aber die Ansicht, dass für die Zukunft des Standortes Sirnach eine 3-fach Halle zweckmässig ist und unterstützt deren Planung. Der Erhalt der alten Turnhalle Birkenweg erachtet sie für die Belange der Schule als unnötig.
Aus Sicht der Schulkommission wäre es wünschenswert gewesen, die Halle näher an den BASPO-Normen zu planen, da dadurch in den einzelnen Hallen mehr bespielbare Fläche und grössere Sturzräume entstanden wären. Leider wurde dieses Anliegen von der Planungskommission nicht aufgenommen.
Vision 2035
„Wer hohe Türme bauen will, muss lange beim Fundament verweilen“, formulierte bereits der Musikpädagoge Anton Bruckner im 19. Jahrhundert. Eine Schule ist ein Ort des Bewahrens und des Wandels. Deshalb finden sich in einer Vision bewährte und neue Elemente.
Die Schulkommission Sirnach geht mit der Zeit und passt sich gesellschaftlichen Veränderungen an. Mit einer breit angelegten Befragung wollte sie erfahren, was die Erwartungen verschiedenster Gruppen an die zukünftige Schule Sirnach sind. Hierfür hat sie in Zusammenarbeit mit der Schulberatung und dem Fachbereich Schulevaluation des Kantons Thurgau einen Fragebogen erstellt, mit dem sich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schule Sirnach, Eltern, Vereine und Gewerbe an der Erarbeitung einer gemeinsamen Vision beteiligen konnten. Auch die Schülerinnen und Schüler brachten stufengerecht ihre Ideen für die zukünftige Schule Sirnach ein.
Mit der erarbeiteten Befragung ging es darum, das Fundament für eine breit abgestützte, identifikationsstiftende Vision zu bauen. Als Schulkommission von Sirnach wollten wir herausfinden…
- …was an unserer Schule geschätzt wird
- … was die Schule in der Zukunft noch besser machen kann und
- … wie die Schule 2035 aussehen soll.
Die Antworten sollten Hinweise auf Erwartungen und Wünsche der Befragten, auf unsere Kompetenzen und Stärken, sowie auf die Megatrends (z.B. Digitalisierung, Chancengleichheit, Integration) der Schulentwicklung, welche wir im Auge behalten sollen, geben.
Mit Unterstützung durch die kantonale Fachstelle Schulevaluation werden nun die gesammelten Antworten ausgewertet und durch die Schulkommission wird ein erster Entwurf einer Vision erstellt. Idee ist es, diesen im ersten Halbjahr 2023 an einem öffentlichen Anlass zur Diskussion zu stellen.
Im Anschluss verabschiedet die Schulkommission die «Vision Schule Sirnach» und erarbeitet einen Massnahmenkatalog, der in künftige Schulentwicklungsplanungen einfliessen wird.
Allgemeines
Im Jahr 2022 besuchten durchschnittlich 797 Schülerinnen und Schüler unsere Schule. Die durchschnittlichen Klassengrössen betrugen im Kindergarten 19.3, in der Primarschule 19.3 und in der Sekundarschule 17 Schülerinnen und Schüler. Die Schule wird auch in Zukunft darauf angewiesen sein, dass sich Eltern damit einverstanden erklären, ihre Kinder vorübergehend nicht am gewohnten Schulstandort beschulen zu lassen. Nur so kann auch in Zukunft die Schulqualität an allen Schulstandorten optimal gestaltet werden.
Wir freuen uns, dass unsere Schule von einem aktiven und kreativen Team betreut wird.
Finanzen
Der Schulkommission ist es wichtig, verantwortungsbewusster und transparent im Umgang mit den vorhandenen finanziellen Mitteln zu handeln. Sie nimmt ihre Verantwortung im Rahmen ihrer Kompetenzen konsequent wahr, dies zeigt sich erneut auf positive Weise im schulischen Teil der Rechnung 2022.
Dank
Die Schulkommission der Gemeinde Sirnach dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern herzlich für deren Arbeit an unserer Schule. Ein besonderer Dank gilt hier all jenen, die sich selbstlos, aktiv und konstruktiv für eine gute Schule einsetzen.
Wir danken den Schülerinnen und Schülern für ihren Einsatz und ihre Leistungen, den Eltern für ihre Unterstützung und das Vertrauen, das sie der Schule Sirnach schenken. Wir danken den Kindergärtnerinnen, den Lehrerinnen und Lehrern, allen Fachlehrpersonen, den Logopädinnen und Heilpädagoginnen, der Leiterin des Jugend- und Familiennetzes, den Hauswarten, den Hauswartepaaren und deren Mitarbeiterinnen, dem Personal im Hallenbad, den Rechnungsrevisoren, den Vikaren und allen, die zum Erfolg unserer Schule beigetragen haben, für ihre wertvolle Arbeit.
Wir danken den Mitarbeiterinnen der Schulverwaltung für ihre tatkräftige Unterstützung und ihren vorbildlichen Einsatz.
Wir danken den Schulleitungen für ihr grosses persönliches Engagement und ihren Willen, sich vollumfänglich mit unserer Schule zu identifizieren. In ihrer Arbeit werden sie tatkräftig durch die Teamleitungen unterstützt. Herzlichen Dank auch hierfür.
Wir danken dem Gemeinderat und allen Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern für das Verständnis und die grosszügige Einstellung gegenüber den Anliegen der Schule.
Für neue Ideen oder Verbesserungsvorschläge sind die Lehrpersonen, die Schulleitungen oder die Schulkommission gerne ihre Ansprechpersonen. Es ist uns ein Anliegen, die Schule Sirnach kontinuierlich weiter zu entwickeln.
Anfangs 2022 wurden die flächendeckenden Coronatests (Contact-Tracing), die nach den Herbstferien 2021 begonnen haben, weitergeführt. Positiv getestete Schülerinnen und Schüler mussten zuhause bleiben und, wenn möglich, fernbeschult werden.
Der wöchentliche Aufwand für die Lehrpersonen war immens: Tests herrichten, abgeben, einsammeln, kontrollieren, Listen führen und aktualisieren, erreichbar sein, eventuelle Abwesenheit der Lehrperson für den Fall einer eigenen Erkrankung vorplanen, Eltern beraten, Eltern beruhigen, Fälle melden, den Fernunterricht planen und durchführen, daneben den ordentlichen Unterricht planen und durchführen und dabei abwesende Schüler beachten, mit zurückkommenden Schülern die Nacharbeiten planen und durchführen, etc.
Es gab Klassen, in denen tageweise bis zu einem Drittel der Schüler fehlten. Etliche Kinder waren selber an Omikron erkrankt oder steckten in Quarantäne, weil Familienangehörige erkrankt waren. Auch einige Lehrpersonen waren an Omikron erkrankt. Es fiel sehr schwer Stellvertretungen zu finden. Auch dies riss grosse Löcher in den engen Zeitplan der Pendenzenliste.
Das Testen wurde Ende Februar beendet. Ab diesem Zeitpunkt konnte der Unterricht – mit ein paar niederschwelligen Massnahmen, z.B. häufiges Lüften – wieder im gewohnten Rahmen geführt werden.
Was neben den energiefressenden und belastenden Massnahmen bleibt, sind die wertvollen Erfahrungen, die wir mit der Fernbeschulung gemacht haben. Die Schule Sirnach ist technisch gut ausgerüstet und konnte nach anfänglichen Anlaufschwierigkeiten den Unterricht für kranke und abwesende Schüler wirkungsvoll gestalten.
Grundsätzlich lässt sich sagen, dass in technischer Hinsicht einige Schritte gemacht wurden. So können und werden Weiterbildungen und Sitzungen auch weiterhin digital angeboten. Das ist sehr begrüssenswert.
Schulentwicklung/Weiterbildung
Die Lehrpersonen bilden sich kontinuierlich in den verschiedensten Interessensgebieten, an fachspezifischen Kursen und an Veranstaltungen zu neuen Lehrmitteln oder Methoden weiter. Ein fester Bestandteil der Jahresplanung sind die Schulentwicklungstage (SET), an welchen die Lehrpersonen der Gemeinde gemeinsam aktuelle Schulentwicklungsthemen bearbeiten. Sämtliche Themen haben direkt oder indirekt einen Bezug zum neuen Lehrplan Volksschule Thurgau (Lehrplan 21) oder zur neuen Beurteilung, die auf das SJ 2021/22 eingeführt wurde. Diese komplexe Thematik wird uns aber sicher bis ins Schuljahr 2024/25 beschäftigen.
Weiterhin gute Erfahrungen machen wir mit der internen Weiterbildung der Lehrpersonen durch die Verantwortlichen des ICT. Diese Weiterbildung richtet sich im Wesentlichen nach den Anforderungen des Unterrichtes und den individuellen Fähigkeiten der Lehrpersonen. So kann die Weiterbildung sehr effektiv gestaltet werden.
One to one
Seit dem Schuljahr 2021/22 werden unsere Schüler mit persönlichen iPads ausgerüstet, gleichzeitig werden die Lehrpersonen und methodisch-didaktisch geschult. Die Einführung wird im Schuljahr 2023/24 abgeschlossen sein. Dann werden alle Schüler der 3. bis 9. Klasse mit den Geräten ausgerüstet sein. Den Kindergärten stehen einzelne Geräte, den 1. & 2. Klassen stehen Klassensätze zur Verfügung.
Weiterführung von FAUSTLOS
Faustlos ist ein für die Arbeit im Kindergarten und in der Unterstufe entwickeltes Lehrmittel zur Prävention von aggressivem und gewaltbereitem Verhalten bei Kindern. Es setzt an bei den Defiziten in der kindlichen Entwicklung und fördert die Empathiefähigkeit, die Impulskontrolle, die Problemlösefähigkeit und fördert die Kompetenzen im Umgang mit Ärger und Wut. Durch Faustlos lernen Kinder prosoziale Verhaltensweisen auf gleiche Weise, wie sie lernen, sich unsozial zu verhalten, nämlich über Vorbilder, Erfahrung und Verstärkung.
Das Programm ist nicht nur Prävention, da allgemeine soziale Verhaltensfertigkeiten gelernt und geübt werden. Faustlos richtet sich an alle Kinder einer Klasse bzw. Gruppe, so dass potentielle Täter und potentielle Opfer profitieren und niemand stigmatisiert wird. Es verstärkt die erzielten Verhaltensänderungen durch seine kontinuierliche Anwendung und die Betonung des Transfers in den Alltag. Es zeichnet sich durch eine gute didaktische Aufbereitung und die Systematik der aufeinander aufbauenden Lerneinheiten aus.
Faustlos berücksichtigt die entwicklungspsychologischen Veränderungen im Kindesalter durch spezifische Curricula für Kindergärten und Grundschulen mit jeweils altersspezifischen Lektionen. Die Einheiten bauen auf entwicklungs-psychologischen Forschungsbefunden zu den Ursachen von aggressivem Verhalten auf. Die Effektivität wurde in mehreren Studien belegt.
Start ins neue Schuljahr
Nach den Sommerferien konnte wieder uneingeschränkt unterrichtet werden. So konnten auch die Klassenlager der 6. Klassen und der Wandertag der Primarschule Sirnach durchgeführt werden.
Über alles gesehen konnte trotzdem ein lehr- und abwechslungsreiches Jahresprogramm über die Bühne gehen, dass die Schüler motivierte und zu ausgezeichneten Leistungen antrieb.
Keine Schulbesuchstage mehr
Nachdem der Kindergarten sehr gute Erfahrungen gemacht hat, verzichtet auch die Primarschule Sirnach ab Schuljahr 2022/23 auf die meist im März organisierten Schulbesuchstage.
Die Eltern suchen sich einen passenden Vormittag oder Nachmittag aus, um ungestört den Unterrichtsalltag erleben zu können. So erhalten sie individuell und persönlich einen Einblick in den wirklichen Schulalltag und können teilhaben am Lernen Ihres Kindes.
Das Interesse der Eltern und Angehörigen an den Besuchstagen in der Primarschule war jeweils sehr gross und freut die Schule sehr. Die übervollen Schulzimmer waren aber insofern ein Problem, dass in vielen Klassen zeitweise kein normaler Unterricht mehr stattfinden konnte.
Uns ist aber wichtig, dass die Eltern einen authentischen Einblick in den Alltag erhalten. Um dies zu gewährleisten, haben wir uns entschieden die
Besuchsregelung des Kindergartens zu übernehmen:
Die Eltern, aber auch alle anderen Interessierten wie Oma, Opa, Nachbarn, Paten usw. sind während des laufenden Schuljahres jederzeit herzlich zu einem Besuch in den Klassen der Primarschule Sirnach eingeladen.
Qualitätsentwicklung Primarschule
Kollegiale Hospitation
Die kollegiale Hospitation ist auf allen Stufen und in allen Schulhäusern ein wichtiges institutionalisiertes Instrument zur Qualitätssicherung im Schulunterricht. Ziel der Hospitation ist es, durch regelmässige geplante und gezielte Rückmeldungen und Reflexion der eigenen Tätigkeit zur Verbesserung des Unterrichts und zu einem verbesserten Wohlbefinden der Lehrpersonen beizutragen. Beim jährlichen Hospitationsbesuch werden zum Unterricht, zum Schülerverhalten und zum Lehrerverhalten gezielt Beobachtungskriterien ausgewählt, beobachtet und reflektiert.
Unterrichtsbesuch und Mitarbeitergespräch
Ein nicht mehr aus der Agenda wegzudenkendes, standardisiertes Instrument der Qualitätsarbeit und der Personalführung ist das jährlich einmal stattfindende Mitarbeitergespräch, welches getrennt vom Unterrichtsbesuch der Schulleitung stattfindet.
Der Unterrichtsbesuch dient dazu, die Arbeitsweise der Lehrperson und ihrer Schüler zu beobachten und daraus Entwicklungshinweise abzuleiten. Im Mitarbeitergespräch MAG findet eine Standortbestimmung mit Zielvereinbarungen statt. Dabei gehen die Schuleitung und die Lehrperson im Besonderen auf die Schwerpunktthemen Selbstkompetenz, Sozialkompetenz, Fachkompetenz und Schulentwicklung ein. Auch im letzten Jahr haben die Unterrichtsbesuche stattgefunden. Es konnte in allen Schulzimmern ein qualitativ guter Unterricht beobachtet werden. Die Schülerinnen und Schüler arbeiteten motiviert und diszipliniert mit, und in den Gesprächen konnte eine hohe Arbeitszufriedenheit und auch eine beachtliche Entwicklungsbereitschaft festgestellt werden.
Jahresschwerpunkte
Seit August 2021 darf ich als Schulleiter an der Sekundarschule und an den Primarschulen Egg und Busswil tätig sein.
An allen drei Orten arbeiten motivierte Lehrpersonen, welche vollen Einsatz für die Schülerinnen und Schüler geben.
Die Sekundarschule hat vergangenen November erneut mit allen Klassen und Lehrpersonen am Weihnachtsmarkt mitgewirkt. Der gemeinsame Anlass mit der Primarschule war ein voller Erfolg. Ein perfekter Einstieg in die Adventszeit.
Der Makerspace ist eine grosse Bereicherung für unsere Schule. Es ist eine Freude zu sehen, wie vom 3. Klässler bis zum Sekundarschüler in der ehemaligen Bibliothek gewerkt, geplant und entwickelt wird.
An den Schulen Busswil und Egg wird dank den Mosaik-Tagen immer wieder der Zusammenhalt der ganzen Schule gefördert. Die Adventsanlässe waren ein schönes Beispiel für den Zusammenhalt vom Kindergarten bis zur 6. Klasse.
Ein weiteres Highlight waren das Schultheater in der Egg, die Zirkuswoche in Busswil sowie das Abschlusstheater der 3. Sekundarklassen.
Ich möchte allen Lehrpersonen, der Schulkommission, der Schulverwaltung und allen Eltern einen grossen Dank aussprechen.
Neue Köpfe
Neu an der Schule Egg ist seit Dezember 2022 Frau Priska Fausch für die 3./4. Klasse zuständig, da Frau Fabienne Brunnenmeister bis im Sommer im Mutterschaftsurlaub weilt.
An der Schule Busswil führt seit Beginn des Schuljahres 2021 Frau Barbara Studerus die 1./2. Klasse. Sie wird dabei von Frau Bettina Bürgi und Frau Nathalie Schneider unterstützt. Die 5./6. Klasse wird neu von Frau Linda Krähenbühl und Frau Maya Herzig geleitet.
An der Sekundarschule unterrichtet Herr Michael Weber neu als Klassenlehrer und Frau Monika Schubert als Lehrerin für das Fach «Wirtschaft, Arbeit und Haushalt».
Ausblick
In nächster Zukunft wird uns vor allem das neue Beurteilungssystem des Kantons Thurgau beschäftigen. Seit dem Schuljahr 2021/22 muss ein Kind von der Schule ganzheitlich im Zeugnis beurteilt werden. Nicht nur die Noten der Prüfungen sind entscheidend, sondern der gesamte Kompetenzerwerb während des Schuljahres fliesst in die Beurteilung ein. Ein sehr wichtiger Schritt, welcher uns alle vor Herausforderungen stellt. Dazu werden die Schulentwicklungstage genutzt, damit alle Lehrpersonen am gleichen Strang ziehen können. Ziel der Schule Sirnach ist die gesamtheitliche Förderung aller Schülerinnen und Schüler.
Weiter gilt es die Benutzung des Makerspaces zu optimieren. In den kommenden Jahren werden wir den Unterricht stets evaluieren und besprechen, was wir noch optimieren können.
Die Schule bleibt ein stetiges Lern- und Entwicklungsfeld. Ich freue mich, wenn ich mit meiner Tätigkeit an der Schule Sirnach ein Teil dieser Weiterentwicklung sein darf. Gemeinsam kommen wir vorwärts, gemeinsam können wir Nachhaltiges schaffen.
Kindergärten Sirnach und Sonderpädagogik
Auftakt ins neue Schuljahr
Die ersten Tage im neuen Schuljahr starteten mit den beiden Schulentwicklungstagen in der letzten Sommerferienwoche. Organisatorisches konnte am ersten Tag besprochen werden. Am zweiten Tag bildeten sich die Lehrpersonen im Bereich Waldbesuche und Schwimmunterricht mit Kindergartenkindern weiter.
Besuchstage und der Abend der offenen Tür im Kindergarten
Die Evaluation hat ergeben, dass unsere Besuchsgutscheine und der Abend der offenen Kindergartentüre rege genutzt wurden. Die Schulkommission hat daher entschieden, dass der Kindergarten die Gutscheine auch dieses Jahr wieder verteilen darf und der Abend der offenen Kindergartentüre erneut durchgeführt wird.
Räbeliechtliumzug und Weihnachtsmarkt
Alle Kindergärten starteten auf dem Schulhausareal Grünau, jede Klasse lief eine ca. 30-minütige Route bis zum eigenen Kindergarten. Dort gab es einen feinen Apero. Auch am Weihnachtsmarkt war der Kindergarten vertreten und die Kinder freuten sich über jeden Besucher.
Neue Lehrperson im Kindergarten
Nach intensiver Suche konnten wir Gabriela Pfister in unserem Kindergartenteam begrüssen. Sie unterrichtet im Kindergarten Lindenstrasse.
Sie wohnt mit ihren beiden Teenagertöchtern in Sirnach. In der Freizeit liest Gabriela Pfister gerne, besucht Musicals und träumt von einer Reise nach Südengland.
Sonderpädagogik
Logopädie
Auch in diesem Schuljahr waren während der Reihenerfassung im Kindergarten viele erhebliche sprachliche Defizite festzustellen. Vermehrt ist zu beobachten, dass diese Defizite in Begleitung von erheblichen Auffälligkeiten in der allgemeinen Gesamtentwicklung auftreten.
Durch die stetige Zuweisung von Vorschulkindern durch die Kantonslogopädin wurde die Warteliste zusätzlich belastet. Diese Kinder benötigen meist zwei Lektionen Logopädie pro Woche.
Dieser Sachverhalt erschwert die Abarbeitung der Warteliste und die Einhaltung einer normalen Wartezeit von maximal sechs Monaten weiterhin.
Insgesamt erhielten 67 Kinder logopädische Therapie.
Davon fielen auf Vorschulkinder (8) 11.9 %
auf die Kindergärten (19) 28.4 %
auf die Unterstufe (34) 50.7 %
auf die Mittelstufe (5) 7.5 %
auf die Sekundarstufe (1) 1.5 %
Kinder mit komplexen Sprachstörungen, die mehr als 80 Therapieeinheiten benötigten, wurden beim SPL in Frauenfeld abgeklärt. Zusätzlich gilt nach wie vor die Regelung, dass potentielle Sprachheilschüler mindestens ein Jahr zweimal pro Woche Therapie erhalten müssen. Unter komplexen Störungen versteht man schwere Sprach- und Schriftspracherwerbsstörungen mit folgenden möglichen Auffälligkeiten:
- beeinträchtigtes Sprachverständnis
- schwerwiegende grammatikalische Probleme
- verminderter Wortschatz
- erschwerte Wortfindung
- schwere Aussprachestörungen
- erschwerter Schriftspracherwerb
- Störungen des Redeflusses
Diese Störungen gehen oftmals einher mit Wahrnehmungsdefiziten und können die schulischen Leistungen stark beeinträchtigen.
In diesem Schuljahr besuchten 12 Kinder die logopädische Therapie zwei Lektionen pro Woche. Bei weiteren dreizehn Kindern wären eigentlich 2 Therapielektionen pro Woche angezeigt gewesen, dies konnte jedoch aufgrund der momentanen Kapazität nicht angeboten werden. Bei diesen Kindern sind im Schuljahr 2022/2023 zwei Lektionen pro Woche vorgesehen.
In diesem Schuljahr besuchten 34 Kinder (50.7%) eine länger andauernde logopädische Therapie (ab 40 Lektionen).
Davon fielen auf Vorschulkinder (1) 2.9 %
auf die Kindergärten (7) 20.6 %
auf die Unterstufe (22) 64.7 %
auf die Mittelstufe (4) 11.8 %
auf die Sekundarstufe (0) 0 %
Die übrigen 33 Kinder (49.3%) besuchten die Therapie für höchstens ein Jahr (max. 39 Lektionen à 45 Minuten).
Davon fielen auf Vorschulkinder (7) 21.2 %
auf die Kindergärten (12) 36.4 %
auf die Unterstufe (12) 36.4 %
auf die Mittelstufe (1) 3 %
auf die Sekundarstufe (1) 3 %
Im Januar und Juni 2022 betreute Luzia Keller für insgesamt zehn Wochen eine Praktikantin aus dem ersten Studienjahr der SHLR. Im Februar 2022 hospitierte eine Praktikantin der PHTG im Rahmen ihres sonderpädagogischen Praktikums eine Woche bei Luzia Keller.
Heilpädagogik
Wir konnten dieses Jahr mit Jonas Hallauer und Uwe Mitlacher den Zyklus 1 und 2 gut unterstützen. Die Schüler und Schülerinnen welche mehr Unterstützung beim Lernen brauchen, erhalten in den heilpädagogischen Lektionen wertvolle Tipps und Tricks oder dürfen nochmals den Stoff, welchen sie nicht verstanden haben repetieren.
DaZ (Deutsch als Zweitsprache)
Durch den Zuzug von ukrainischen Flüchtlingen mussten DaZ-Lektionen neu organisiert und Lehrpersonen dafür gefunden werden. An allen drei Standorten konnten wir dies umsetzen und die Schüler, welche nur wenig oder kein Deutsch sprechen, üben die Sprache in diesen Lektionen intensiv.
Eintritte
Als neue Mitarbeitende hat die Schulkommission folgende Personen eingestellt:
- Hofstetter Sabrina, Förderunterricht Kindergärten
- Bürgi Bettina, Primarlehrerin, Schulhaus Busswil
- Hallauer Jonas, Schulischer Heilpädagoge
- Hürlimann-Flück Andrea, Primarlehrerin, Schulhaus Grünau
- Keller-Wattinger Astrid, Einschulungsklasse, Oberes Schulhaus
- Meister Markus, Primarlehrer, Schulhaus
- Messmer Michelle, Primarlehrerin, Schulhaus Grünau
- Moser Janis, Primarlehrerin, Schulhaus Busswil
- Rohner Stefanie Förderunterricht Kindergärten
- Scherb Sonja, Primarlehrerin, Schulhaus Breite
- Schneider Nathalie, Primarlehrerin, Schulhaus Busswil
- Schubert Monika, Fachlehrerin WAH Sekundarschule
- Weber Michael, Sekundarlehrer, Sekundarschulzentrum
- Mitrovic Nikola, Zivildienstleistender
- Sarcone Barbara, Hausaufgabenhilfe
Die Schulkommission und die Schulleitungen wünschen allen neuen Mitarbeitenden viel Freude und Erfolg bei ihrer Tätigkeit an unserer Schule.
Austritte
Auch im Jahr 2022 waren im personellen Bereich erneut einige Wechsel zu verzeichnen. Die Gründung einer Familie, Weiterbildungen, Fernweh oder der Wunsch nach einer neuen Herausforderung waren Gründe dafür.
Folgende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben unsere Schule verlassen:
- Bommer Yvonne, Primarlehrerin Kleinklasse, Schulhaus Grünau
- Brühwiler Tanja, Primarlehrerin, Schulhaus Grünau
- Gugger Aron, Primarlehrer, Oberes Schulhaus
- Hanselmann Barbara, Einschulungsklasse, Schulhaus Silberweide
- Hunziker Sylvain, Fach-LP, Sekundarschule
- Kessler Nadia, Primarlehrerin, Schulhaus Breite
- Koch Lara, Sekundarlehrerin G, Sekundarschulzentrum
- Kunz Seraina, Primarlehrerin, Schulhaus Busswil
- Mielsch Marvin, Zivildienstleistender
- Nowak David, Fachlehrperson Sekundarschule, Sekundarschulzentrum
- Schriber Cheryl, Fachlehrerin, Schulhaus Grünau
- Schneider Rita, Kindergärtnerin, Kindergarten Frauenfelderstrasse
- Schneider Tobias, Sekundarlehrer G, Sekundarschulzentrum
- Subramaniam Rinusa, Praktikantin
- Theler Anita, Primarlehrerin, Schulhaus Egg
- Wermuth Elisabeth, Primarlehrerin, Schulhaus Grünau
- Widmer Iris, Primarlehrerin, Schulhaus Busswil
Die Schule dankt allen ausgetretenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern herzlich für ihr grosses Engagement und wünscht ihnen auf ihrem weiteren Lebensweg alles Gute und viel Erfolg.
Dienstjubilare
Die Schulkommission und die Schulleitungen durften zahlreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern herzlich zum Dienstjubiläum gratulieren:
Baumgartner Ursula, 10 Jahre
Denzler Regula, 10 Jahre
Genovese Susanna, 10 Jahre
Hanselmann Barbara, 10 Jahre
Herzig Maya, 10 Jahre
Kessler Nadia, 10 Jahre
Schläpfer Nadja, 10 Jahre
Stradiotto Marianne, 10 Jahre
Flammer Regula, 15 Jahre
Hunziker Urs, 15 Jahre
Gmür Andreas, 20 Jahre
Rechsteiner Martina, 20 Jahre
Tauschke Robert, 20 Jahre
Rüdisüli Urs, 30 Jahre
Brunner Christoph, 40 Jahre
Scherrer Kurt, 40 Jahre
Schul- und Unterrichtsqualität
Die von der Schulentwicklungskommission jeweils für einen Zeitraum von drei Jahren verabschiedete Planung beschreibt die strategischen Vorgaben für den Schulbetrieb. Für diesen Prozess verantwortlich ist die «Qualitätsgruppe». Sie besteht aus vier Vertreterinnen und Vertretern der Lehrerschaft aller Stufen und den drei Schulleitungen. Die Leitung der Kommission obliegt einem Mitglied der Schulkommission. Die Qualitätsgruppe beobachtet schulisch relevante Themen. Sie leitet daraus Entwicklungsprojekte und Massnahmen ab und schlägt diese der Schulkommission vor.
Der Fokus liegt auf den Bereichen Organisation, Unterrichtsqualität, schulisches Umfeld, Präventionsarbeit, Führung und Infrastruktur. Dabei gilt es, alle Kindergärten und Schulhäuser an den Standorten Sirnach, Busswil und Wiezikon/Egg über sämtliche Stufen einzubeziehen, d.h. vom Kindergarten bis zur Sekundarschule.
Ein Schwerpunkt der Entwicklungsplanung liegt weiterhin in den Bereichen der frühen Förderung. Ebenso geniessen das Lernen und das eigenständige Arbeiten als Kernelement des vor Kurzem eingeführten Konzeptes Makerspace eine hohe Priorität.
Die periodische Befragung zur Qualität im Schulbetrieb ist Teil der Führungskultur an der Schule Sirnach. Sich daraus ergebende Massnahmen zum Erhalt und/oder der Verbesserung sind Punkte, welchen sich die Schulentwicklungsgruppe widmet. Ein wesentlicher Faktor für diese Kultur ist auch der Austausch mit Eltern. Wo machbar, werden deren Inputs aufgenommen und im Rahmen der schulischen Möglichkeiten und des Lehrplans umgesetzt.
Turnhalle Birkenweg
Der Planungskredit für die Durchführung eines Gesamtleistungswettbewerbs für die neue Dreifachturnhalle wurde an der Gemeindeversammlung vom 15. Dezember 2022 mit grosser Mehrheit genehmigt. Der Gemeinderat hat daraufhin die bisherige Planungskommission bestätigt. Aktuell werden die Submissionsunterlagen erarbeitet, damit das zweistufige Verfahren vorangetrieben werden kann.
Kindergarten Frauenfelderstrasse
Der Bau des neuen Kindergartens befindet sich in der Endphase. Aktuell sind die Innenausbauarbeiten in vollem Gange. Die Baukommission des Pfarrhauses hat bis dato 31 Sitzungen durchgeführt. Gemäss dem Terminplan des Bauleiters können die Räumlichkeiten pünktlich auf das neue Schuljahr bezogen werden. Der Zugang zum Kindergarten erfolgt über den Pausenplatz des Oberen Schulhauses. Der Aussenspielbereich wird auf der Nordseite des Gebäudes entstehen.
Schulhaus Busswil
Pünktlich zum Schulbeginn konnte die Sanierung des Schulhauses Busswil erfolgreich abgeschlossen werden. Die Gebäudehülle wurde energetisch ertüchtigt. So konnte die Fassade mit einer zusätzlichen Dämmung von 22cm sowie das Dach mit zusätzlich 15cm bestückt werden. Als Wetterschutz dieser Isolation dienen langlebige, hinterlüftete Eternitplatten. Auch die alten Holzfenster und die Eingangstüren wurden ersetzt, wodurch die gesamte Gebäudehülle wieder auf einem neuwertigen Stand ist. Das Vordach beim Haupteingang wurde vergrössert und die Pausenuhr erneuert.
Nebst der Heizenergie, welche mit diesem Eingriff inskünftig eingespart werden kann, wurden auch die Leuchtmittel auf LED umgerüstet, was zu einer Stromeinsparung von zirka 10% bei 50% mehr Licht und vor allem einer besseren Lichtqualität führt.
Das Highlight der Sanierung ist die In-Dach-Photovoltaikanlage. Die Anlage weist nach ersten Simulationsergebnissen einen Anlagenutzungsgrad von 83% auf. Der produzierte Strom kann direkt im Schulhaus konsumiert werden. Dies ergibt Sinn, da der Schulbetrieb tagsüber, wenn die Sonne scheint, von statten geht.
Im Gebäudeinnern erfolgte eine Oberflächensanierung sämtlicher Räume, exkl. der Toiletten, sowie die Umrüstung der Beleuchtungen.
Freizeitkurse
Nach einer längeren «Durststrecke» konnten wir wiederum viele spannende Freizeitkurse anbieten. Dieses Angebot seitens der Schule, welches in Zusammenarbeit mit verschiedenen Vereinen und Anbietern zustande kommt, ist nach wie vor sehr beliebt und wird auch rege benutzt. Die Schule durfte sowohl seitens der Kursleitungen als auch der Kursbesucher viele positive Rückmeldungen entgegennehmen. Das freut uns natürlich sehr und wir sind weiterhin bestrebt, ein attraktives Kursangebot zusammen zu stellen.
Im vergangenen Jahr hat sich die ganze Coronasituation entspannt und wir konnten wieder in den «Normal-Betrieb» übergehen. Trotz der Entspannung steht bei den Lehrpersonen viel Neues an und das Programm ist vollbepackt. Dementsprechend haben wir uns bezüglich Neuerungen im Bereich IT zurückgehalten.
Mit der Einführung des One to One in fast allen Klassen haben wir einen grossen Schritt im Bereich der IT gemacht. Bis Ende Jahr konnten wir fast alle Kinder von der 3. bis -9. Klasse mit ihren eigenen Geräten ausstatten. Die letzten Schüler werden ihr Gerät im Sommer 2023 erhalten.
Für die Eltern der neu eingetretenen Kindergartenkinder führten wir im Sommer zum ersten Mal eine reguläre Einführung von Pupil durch. Dies hat dank personalisiertem Schreiben reibungslos funktioniert.
Für das kommende Jahr planen wir den Abschluss der Einführungsphase des One to One Projekt’s und gehen über in den normalen Zyklus der Geräte.
Ausserdem steht die Ablösung der Kantonslösung von Lehrer Office an. Wir werden im April 2023 mit der Evaluation beginnen.





















